St. Laurentius

Seit jeher ist die St. Laurentius-Pfarrei in Wolfach eine weitverzweigte Pfarrei, zu der
von Anfang an die Bewohner des Ortskerns um die Kirche und die Bewohner der
verschiedenen Täler gehören.
"Die Gläubigen von Stadt und Tal" sind dadurch ein fester Begriff in unserer Gemeinde.
Auch die Katholiken der früher selbstständigen Ortsteile "Kinzigtal" und "Kirnbach"
gehörten von alters her zur Pfarrei Wolfach.
Die Gemeinde St. Laurentius zählt 3048 Katholiken (Stand 2011).

Viele Ehrenamtliche tragen mit großem Engagement das Gemeindeleben mit.


Eine ausführliche Beschreibung über die Geschichte der Gemeinde sowie das Brauchtum ist nachzulesen in dem Buch "Die katholische Pfarrgemeinde St. Laurentius in Wolfach" von den Autoren Josef Stüble und Walter Schmider. Das Buch kann im Pfarrbüro zum Preis von 15,- EUR erworben werden.

Pfarrkirche St. Laurentius  

Kirchenpatron ist der heilige Diakon Laurentius von Rom.
Kaiser Valerian verlangte von ihm, dass er ihm den Besitz der
Kirche übergebe. Doch Laurentius verteilte alles unter den Armen.
Die brachte er mit zum Kaiser, sie seien der Schatz der Kirche.
Er wurde zum Tod auf einem glühenden Rost verurteilt und starb am
10. August 258.

Unter folgendem Link ist das Geläut von St. Laurentius zu hören:
http://www.ebfr-glocken.de/html/liste/glocken_kirchen.html?ermittleListeEintraege=0&fk_t167_liste_kategorie[]=0&alleAnzeigen=0&volltextsuche=wolfach&doVolltextsuche=1&suche_default=Suchbegriff

Kurze Baugeschichte                  

Die Anfänge der Pfarrei St. Laurentius in Wolfach dürften ins 11. Jahrhundert
zurückgehen. Zum ersten Mal wird sie 1273 urkundlich erwähnt.
Die ältesten Teile der heutigen Pfarrkirche stammen aus dem 13. Jahrhundert.
1470 wurde ein Neubau begonnen. Davon stehen heute noch die Südwand und
der gotische Turm.
1515 wurde der Chor eingewölbt, der bis dahin eine flache Holzdecke hatte.
Im 18. Jahrhundert wurde die Kirche barock ausgestattet.
1939/1940 wurde die Kirche erweitert, es war fast ein Neubau. Die Weihe erfolgte
am 07.09.1941. Noch während des Zweiten Weltkrieges und in den Jahren danach wurde
sie im Innern ausgestattet. In den Jahren 1974/1975 wurde die Kirche wieder grundlegend
renoviert und erhielt dabei und in den Jahren danach ihre jetzige Ausstattung.

Kunstliebhaber finden im Inneren spätgotische u. barocke Werke der Bildhauerei wie z. B.
eine Kreuzigungsgruppe in der Seitenkapelle (ca. 1450), eine Rosenkranzmadonna aus der Mitte des 17. Jh.,
eine Statue des Hl.Josef (v. Joh. Schupp, Villingen, 1631 - 1713) sowie eine Ölberggruppe im alten Turm (17.Jh.).
Sehenswert ist auch ein Werk der Neuzeit: der handgeschnitzte Hochaltar von F. Marmon entstand 1941.
An der Außenwand sind alte Grabplatten (z. B. Ritter von Ippichen und Grab eines Flößers) eingelassen und
erhaltenswerte Grabkreuze aufgestellt.
Quellen: Kirchenführer St. Laurentius Wolfach und Homepage der Stadt Wolfach (Tourist-Info)


Hochaltar


Alter Chor

St. Jakobuskapelle               

weitere Informationen finden Sie unter Wallfahrt St. Jakob, Wolfach

Schlosskapelle                      

Der Ursprung dieser Wallfahrtskirche zur "Schmerzhaften Gottesmutter" geht auf den Bau des ersten Schlosses vor
rund 700 Jahren zurück. Die heutige Gestalt bekam sie beim großen Schlossumbau zwischen 1670 und 1681.

Neben dem Gnadenbild aus dem 14.Jh. beherbergt die Kapelle auch einige künstlerisch wertvolle Altar- und Votivbilder.
Über 250 Jahre lang diente sie den Fürstenberger Herren als Schloss- und Hofkapelle. Die jüngste Vergangenheit,
gemeint ist die Zeit ab 1933 und in den Nachkriegsjahren, brachte dem Gotteshaus im Wolfacher Schloss jedoch turbulente Zeiten.
Es ist dem Einsatz mutiger und tüchtiger Männer zu danken, dass die Kapelle heute wieder ein Andachtsraum ist.

Im Jahre 1941 sollte die ausgeräumte Kapelle zu Büroräumen für die braunen Statthalter umgebaut werden, wozu es aber doch nicht kam.
In den Folgejahren, besonders ab 1945, war sie dann Gefangenenlager, Stall, Kohlenlager, Schlachthaus und Rumpelkammer.
Erst 1965 konnte das Gotteshaus neu geweiht werden. Unter den Gemälden, die wieder an ihren alten Platz zurückkehrten,
befindet sich auch das Werk "Christus im Grab" von 1788, das der damals 14-jährige Johann Baptist Seele aus Wolfach geschaffen hat.
Er wurde später Hofmaler des Königs von Württemberg

Mit der Restaurierung der Schlosskapelle wurde nicht nur ein Stück Wolfacher Geschichte erhalten, sondern auch ein besonderes Kleinod geschaffen.
Paare wählen sie auch gern zu ihrer Traukapelle, um hier den Bund fürs Leben zu besiegeln.

Quelle Homepage der Stadt Wolfach (Tourist-Info)